Nutze mindestens zwei Faktoren: etwas, das du weißt (Passwort), etwas, das du hast (Authentifikator-App oder Sicherheitsschlüssel) und möglichst etwas, das du bist (biometrisch). SMS-Codes sind ok, Hardware-Keys und App-Tokens bieten meist robusteren Schutz.
Achte auf Dringlichkeit, Drohungen, Tippfehler und unpassende Absenderadressen. Klicke niemals auf überraschende Zahlungslinks. Öffne Seiten lieber manuell über deine gespeicherte URL oder die offizielle App.
Ändere Zahlungsdaten, Adressen oder Passwörter ausschließlich nach direkter Anmeldung auf der echten Website. Bestätige verdächtige Nachrichten durch einen separaten Kanal, etwa die offizielle Hotline oder den gesicherten Support-Bereich.
Lara klickte auf eine perfekt gefälschte Versandbenachrichtigung. Der Login scheiterte dank fehlendem 2FA-Code beim Angreifer. Ihre Lehre: Authentifikator-App aktivieren, Links prüfen, und verdächtige Mails konsequent melden.
Sichere Verbindungen und Gerätehygiene
HTTPS und Zertifikate bewusst prüfen
Achte auf das Schloss-Symbol, die korrekte Domain und konsistente Zertifikatsinformationen. Kein Schloss, falsche Schreibweise oder Weiterleitungen auf fremde Toplevel-Domains sind klare Warnzeichen. Verlasse solche Seiten sofort.
Öffentliches WLAN: Nur mit Schutzmaßnahmen
Bezahle in öffentlichen Netzen nur mit aktivem VPN oder nutze persönliche Hotspots. Vermeide Logins auf sensiblen Seiten in offenen Netzen, in denen Angreifer Daten abgreifen oder gefälschte Portale einschleusen könnten.
Updates, Browser-Härtung und getrennte Profile
Halte System, Browser und Erweiterungen aktuell. Nutze einen separaten Browser- oder Profil-Container ausschließlich für Zahlungen. Deaktiviere unnötige Plugins, um die Angriffsfläche deiner Zahlungsumgebung zu minimieren.
Zahlungsmethoden mit eingebautem Schutz
Setze, wenn verfügbar, virtuelle Karten mit Limit oder Einmalnummern ein. So bleiben echte Kartendaten beim Händler verborgen, und du begrenzt Schäden, falls eine Transaktion oder Datenbank kompromittiert wird.
Gib keine unnötigen Details preis. Pflichtfelder erkennen, optionale Felder leer lassen. Extra-Newsletter oder Werbeeinwilligungen abwählen. Je weniger Daten im System landen, desto geringer das Risiko bei einem Datenleck.
Getrennte Identitäten für Sicherheit
Nutze eine dedizierte E-Mail-Adresse nur für Einkäufe und Bankbenachrichtigungen. Filter erleichtern die Übersicht, und kompromittierte Konten gefährden nicht automatisch deine privaten oder beruflichen Kommunikationskanäle.
Tracker reduzieren, Privatsphäre stärken
Aktiviere Tracking-Schutz im Browser und setze auf seriöse Datenschutz-Add-ons. Blockiere Drittanbieter-Cookies, begrenze Fingerprinting und erwäge Datenschutz-fokussierte Suchmaschinen, um unnötige Profilbildung beim Einkauf zu verhindern.
Achte auf vollständiges Impressum, klare Kontaktmöglichkeiten, Datenschutz- und Widerrufsbelehrung. Fehlende oder widersprüchliche Angaben sind ein Warnhinweis. Seriöse Händler verstecken Pflichten nicht, sondern erklären sie verständlich.
Domain, Historie und Konsistenz prüfen
Vergleiche Domainnamen, Schreibweise und Markenauftritt über Website, App und soziale Profile. Plötzliche Umleitungen, junge Domains ohne Historie oder unpassende Zahlungsdetails deuten oft auf betrügerische Kopien hin.
Kommunikation testen, bevor du zahlst
Stelle eine einfache Frage über den offiziellen Kontaktkanal. Reagiert der Händler zeitnah, kompetent und konsistent? Ein kurzer Test offenbart Seriosität, bevor sensible Zahlungsinformationen übermittelt werden.